Zuhause in Berkeley

Jetzt bin ich ja schon über einen Monat hier und muss sagen das es mir doch sehr gut gefällt. Das Wetter ist mild und die Sonne scheint eigentlich jeden Tag. Geregnet hat es hier noch nicht seit ich angekommen bin. Die Vegetation lebt entweder von durch Quellen gespeistes Grundwasser, wie auf dem Campus oder durch die Luftfeuchtigkeit bei Nacht (gerade in San Francisco und an der Küste).
Es gibt keine Ausreden Aktivitäten draußen nicht warzunehmen. Sicherlich werde ich irgendwann die verregneten Pausentage vermissen, doch diese Zeit ist noch nicht gekommen.
Der wärmste Monat ist gerade erst angebrochen, wobei es hier aber selten wirklich heiß ist. Die Brise vom Meer verhindert das. Weiter richtung Landesinnere sieht das anderst aus, da hats gern 35° und mehr.

Der Campus der University of California Berkeley (UCB) ist eigentlich ein großer Park mit Gebäuden. Wirklich sehr schön und Grün. Es ist die älteste Uni in Kalifornien. Hier zu sehen das Markenzeichen der UCB der Sather Tower oder Campanile genannt zusammen mit der großen Bibliothek:
Sather Tower und Bib

Ich Lebe ganz in der Nähe des Campus und hoch zum Labor sind es auch nur 10-15 Minuten zu laufen, also ideal für meine Zwecke. Das Haus ist ein Verbindungshaus, jedoch sind nur etwa die Hälfte der 25 Bewohner auch in der Verbindung. Es ist außerdem auch keine verrückte Verbindung sondern recht angenehm. Zweimal im Semester schmeißen die eine Hausparty wo’s dann etwas lauter ist, aber wenn man sowieso mitmacht stört’s einen auch nicht 😉
Die Zimmer sind klein und man teilt sie sich mit jemandem, dafür hat das Haus aber auch viele Vorteile. Die Gemeinschaftsräume sind groß und gut bestückt. Pool Billard, Tischkicker, Spielekonsolen, Beamer, Sofas, Kamin und ein Flügel stehen da rum. Gerade den Billiard Tisch muss ich unbedingt ausnutzen, wie geil ist das denn 😀 . Ein weiterer Punkt ist das es unter der Woche eine warme Mahlzeit vom Koch gibt als Abendessen. Das ist in der Miete mit drin. Die Miete ist für die Lage sowieso schon unschlagbar, wenn auch immer noch teuer im Vergleich zu meiner WG in Karlsruhe.
Es ist eine feine Sache mit vielen Leuten in einem großen Haus zu leben, vor allem wenn’s funktioniert. Dafür hat es hier zwar viele Regeln und man muss auch Aufgaben erledigen, aber es läuft. Wenn man seine Ruhe haben will geht das, da sich die Anzahl der Leute im Haus verliert. Wenn man mit jemandem etwas machen will, findet sich normalerweise auch wer der mitmacht. Ein guter Mix wie ich finde.

Damit ihr euch das Haus besser vorstellen könnt:
Wohnzimmer Treppenaufgang Eingangsbereich

Ihr seht also schon, viel dunkles Holz, Holzboden aber dafür auch genug Fenster um Licht hereinzulassen, außerdem hohe Decken.

Küche DachterasseBlick von meinem Bett aus

Die Sicht von meinem Bett aus entspricht zum Teil der von der Dachterrasse. Bei Nacht sehe ich das erleuchtete San Francisco! Viel besser gehts eigentlich nicht.
Von der Dachterrasse sieht man SF und die Golden Gate Bridge, sowie einen großen Teil der Bucht und Oakland. Im November wird es eine Zeit geben in der die Sonne genau im Golden Gate unter geht. Bilder werden folgen 😉