Lake Tahoe

Das Vorhaben ist klar. Wie viele Trips können wir noch machen bevor der Winter auch hier einfällt. Es ist zwar Kalifornien und generell Warm doch das trifft mehr auf den Süden zu. Hier an der Küste wird es auch den ganzen Winter mild bleiben, doch in den Bergen wird Schnee fallen, und zwar bald. Etwa zwei Wochen nach unserem Trip wird der erste große Schnee erwartet.
Das war Anfang Oktober und hat sich bewahrheitet. Was leider aber auch zeigt wievielt Zeit schon verstrichen ist. Jetzt wäre ein Ausflug in diese Gefilde nur als Wintersport Aktivität tauglich. Was keine Unmöglichkeit ist, jedoch recht unwahrscheinlich.

Zurück aber zu dem Trip. 3 Nächte hatten wir uns diesmal Zeit genommen. Damit haben wir zwei volle Wandertage und somit etwas mehr Möglichkeiten. Zwei Amerikaner und zwei Deutsche, schon eine viel bessere Aufstellung als letztes mal 😀 Eine kleinere Gruppe bedeutet auch mehr Flexibilität weil man nicht versuchen muss so viele Leute unter einen Hut zu bekommen.

Hiermit war ich nun auch in meinem zweiten Bundesstaat: Nevada. Leider ist die Grenzregion gepflastert mit „Casinos“ oder besser, Spielhöllen. Unser Zeltplatz befindet sich in Nevada nah dem Seeufer, die meisten Hikes an denen wir interessiert sind liegen noch in Kalifornien in der „Desolation Wilderness“.

Es war schon dunkel als wir ankamen, bald hatten wir die Zelte aufgebaut und Essen bereitet, sowie ein Lagerfeuer für Marshmallows und Wärme gemacht. Die Nacht war klar und unter den Bäumen hervor konnten wir den Sternenhimmel bewundern. Die Nächste hier sind schon kalt, was man eben erwartet wenn es bald schneien wird.


Am ersten Tag hatten wir nur ein Ziel. Mt Tallac! Die 10 Meilen hin und zurück sind hier nicht das Problem, sondern die Höhenmeter zum 10000 Fuß hohen Gipfel, und der Wind. Die Anstrengungen wurden aber wieder, wie so oft, mit einer grandiosen Aussicht belohnt. 360 Grad über die ganze Umgebung inklusive des gigantischen Lake Tahoe.

Am zweiten Tag hatten wir uns für etwas entspannteres entschieden. Der Rubicon Trail bei Emerald Bay war eine willkommene Abwechslung. Schön am Flussufer entlang, überall schöne Aussichten und ein guter Weg.

Eagle Lake

Das mit der Karte als Foto ist nur Ok weil es authentisch ist. Das Bild wurde nämlich zur Navigation eingesetzt. Ich habe mir aber die Freiheit genommen die Wege zu markieren die wir beschritten haben. Wir haben es entlang der Bucht bis zum Vikingsholm geschafft. Ein Haus das in Wikinger Stil von einem heimgekehrten Skandinavien-Reisenden errichtet wurde. Dann sollte es nochmal in die Berge gehen zum Eagle Lake und zurück über den Bayview Trail. Mit der Verbindung auch eine anständige Tour.

Vikingsholm

Emerald Bay im Hintergrund, nach dem Abstieg von Maggies Peak.


Das Wetter hätte besser eigentlich nicht sein können. Es wurde erst schlechter am dritten Tag kurz vor der Heimfahrt. Da war nur Zeit um ein kurzes Stück am Echo Lake entlang zu wandern. Dies wäre der Einstieg für eine 4-5 Tage Tour durch Desolation Wilderness, möglicherweise etwas für einen weiteren Besuch. Man braucht dann auch ein Overnight Permit, kann damit aber Wildcampen, natürlich mit Regeln. Am Echo Lake gibt es viele solche Wochenendhütten, die Hälfte nur mit dem Boot zu erreichen. Ganz nett 🙂